Guter Hoffnung?                                          

    Gottes Segen!

        Gibt es Sorgen?

Liebe werdende Eltern, Großeltern, Onkels, Tanten, Freunde und liebe Gemeinde,

Ein Kind freut sich auf unser Willkommen! Jeder neue Himmelsbürger bringt Gnade, Freude und heilsame Prüfungen. Alle wünschen ihm Gesundheit. Aber die Ungewissheit bleibt: Wird das Kind gesund sein?

Für viele genetische Schäden gibt es keine medizinischen Therapien. Manchen macht die Ungewissheit Sorge. Ein „nicht perfektes“ Kind ist für alle Beteiligten eine Schule der größeren Liebe. Verwandte, Freunde, die Gemeinde – alle stehen hier in der Mitverantwortung.

Wenn Jesus Christus sagt (Mt. 18:5): „Wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf“ so meint er auch ein krankes Kind, das auf die Welt kommt. Was wir aus Gottes Hand gehorsam annehmen, wird unser Glaubenszeugnis stärken. Solche Mühen schenken uns das Martyrium, zu dem wir als Christen berufen sind!

Diese Handreichung soll Familien, die sich Sorgen um das kommende Kind machen, mit einigen Anregungen zur Seite stehen.

Unsere nach-christliche Gesellschaft weiß nicht mehr von Gottes großer Gnade. Eltern, die ein behindertes Kind annehmen, finden wenig Toleranz. Ihnen wird Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Sozialsystem, der Familie und der Arbeitswelt vorgeworfen.

Offiziell kritisieren zwar alle die Eugenik der Nationalsozialisten, aber immer mehr Kinder werden abgetrieben, wenn medizinische Tests ihre normale Entwicklung bezweifeln lassen.

In Deutschland ist der Mord am werdenden Mensch unter bestimmten Bedingungen bis zur 12. Woche straffrei. Innerhalb dieser Frist bleiben aber viele Entwicklungsstörungen unerkannt. Nach dieser Frist hängt die Straf-Freiheit der Abtreibung von der Gefahr ab, die Schwangerschaft oder Geburt für die Gesundheit der Mutter darstellen. Auch psychische Belastungen zählen dazu.

Eine Mutter, die ihr behindertes Kind ablehnt, kann leicht ein entsprechendes ärztliches Gutachten besorgen.

Viele Frauen fühlen sich durch die Perfektionserwartungen ihrer Partner, Verwandten und Freunde bedrängt. Aus falsch verstandener Fürsorge rät man ihr zum Mord an ihrem Kind. Aber der Schaden, den ihre Seele davonträgt, bringt ihr auf lange Sicht mehr Leid als das Leiden an einem behinderten Kind, das man ihr ersparen wollte.

Darum sind alle, die eine schwangere Frau begleiten, gefordert, ihr, wenn Sorgen sie belasten, im rechten Glauben beizustehen.

 

In Deutschland werden Schwangere sehr intensiv medizinisch betreut. Ärztliche Ratschläge (z.B. nicht rauchen, kein Alkohol, kein Stress) helfen der werdenden Mutter, ihre Gesundheit und die des Kindes zu schützen.

Auch viele medizinische Tests werden angeboten. Solche Tests darf kein Arzt ohne die Einwilligung der Schwangeren durchführen. Sie entscheidet, welche medizinischen Angebote sie akzeptiert und welche nicht.

Wie soll sie als Christin entscheiden?

Wichtig ist der Zweck solcher Tests.

Viele Tests können helfen, erkannte Gesundheits-Risiken für Mutter und Kind rechtzeitig zu beheben. Vorhersehbare Risiken bei der Geburt lassen sich durch gute Planung verringern. Alles das  gehört zur Heilkunst, die der Heilige Basilius der Große als ein Geschenk Gottes erkannte. Bei Ärzten und im Internet gibt es ausführliche Informationen zu solchen therapeutisch hilfreichen Tests.. Machen Sie sich ihr eigenes Bild!

Christen sind verpflichtet, das Angebot medizinischer Heilmittel dankbar anzunehmen. Sie sollen dabei allerdings ihre Hoffnung nicht allein auf die Ärzte setzen. Sie sollen vielmehr Gott um den Erfolg solcher Mühen bitten.

Grundsätzlich sollten Schwangere aus Verantwortung für sich und ihr Kind in solche Tests einwilligen und alle hierzu angesetzten Termine wahrnehmen. Diese therapeutisch hilfreichen Tests bieten allerdings manchmal auch Hinweise auf die Möglichkeit einer nicht normalen Entwicklung des Kindes. Weitere Tests werden dann von Ärzten angeboten. Sie haben oft überhaupt keinen Heil-Nutzen!

All diese Tests ergeben nur bestimmte Wahrscheinlichkeiten einer Entwicklungsstörung des Kindes. Schwangere solten schon vor ihrem Arztbesuch mit Familie und Freunden über solche zusätzlichen Informationen und Tests nachdenken: Wollen wir diese Informationen? Soll die werdende Mutter ihren Arzt bitten, ihr bei den therapeutisch hilfreichen Tests nur das mitzuteilen, was für eine Heilbehandlung nötig ist? Soll sie die weiteren nicht-therapeutischen Tests ablehnen? Oder sollte sie über alle verfügbaren Befunde Bescheid wissen und vielleicht auch den zusätzlich vom Arzt empfohlenen Tests zustimmen?

Wird ein eventueller „schlechter Befund“ uns alle in Versuchung führen, den „breiten und leichten“ Weg einer Abtreibung zu wählen? Oder wollen wir unser Wissen zur Vorbereitung auf unsere vielleicht schwere Aufgabe nutzen? Wie immer die Eltern und ihr soziales Umfeld entscheiden: Überlegen Sie gemeinsam, ob jemand der werdenden Mutter im Gespräch mit dem Arzt beistehen sollte. Besteht die Gefahr, dass sie sich einschüchtern lässt – dann gehen Sie mit!

Dabei ist es sehr wichtig, dem Arzt gegenüber den eigenen christlichen Standpunkt deutlich zu vertreten. Auch er muß nämlich eigene Risiken und Zwänge bedenken.

Die häufigste genetische Veränderung des Neugeborenen ist die Trisomie 21 (Down-Syndrom). Es sind fröhliche Menschen, deren Intelligenz sich unter Umständen auch ziemlich gut entwickeln kann. Darum werden sie zumeist akzeptiert.

Angst haben Schwangere eher vor schweren Behinderungen. Gerade diese aber sind durch Tests nicht immer feststellbar. Solche Tests informieren nur über einige Störungen. (nicht über Stoffwechselerkrankungen oder Sauerstoffmangel). Auch ist die Wahrscheinlichkeit der richtigen Diagnose durch Tests selten 100 %. Häufig bringen „falsch positive“ Befunde die Schwangere eher in Stress, obwohl das Kind gesund ist!

Wichtig ist zudem, dass Ärzte nicht nur das Leben des werdenden Kindes im Blick haben. Einige Gerichtsurteile der letzten Jahre haben für Verunsicherung versorgt. Solche Urteile bedrohen ihre berufliche Existenz, so dass Ärzte manchmal mehr Diagnostik einsetzten, um sich zu „schützen“. Ihr Behandlungsvertrag verpflichtet sie, über alle Risiken aufzuklären und über die relevanten Test-Möglichkeiten zu informieren. Wenn Frauen nach Geburt eines kranken Kindes vor Gericht glaubhaft machen, dass sie nicht richtig informiert wurden, können sie den Arzt auf Unterhalt für dieses Kind verklagen. Dabei müssen sie nur argumentieren, dass sie das Kind wegen psychischer Belastung abgetrieben hätten.

In einigen Fällen wie „Risikoschwangerschaften“ werden die zusätzlichen, rein diagnostischen Tests von Krankenkassen bezahlt. Dies gilt leicht als „normale Versorgung“ und wird manchmal von Ärzten auch aus finanziellem Interesse empfohlen. Dasselbe gilt für privat bezahlte Tests.

Darum hier nun ein Wegweiser:

Vater Stefan (Anghel)s Wegweiser:

Schwanger?  Versuche, wenn möglich einen christlichen Arzt zu finden, erkläre ihm Deine Einstellung zur Abtreibung, und ob Du bei den für Ärzte beruflich vorgeschriebenen drei Ultraschall-Untersuchungen (US) über  mögliche unbehandelbare Erkrankungen des Kindes informiert werden willst oder nicht.

6.-8. Schwangerschaftswoche (SSW): üblich sind  Blutuntersuchungen zu Deiner eigenen Gesundheit.

  1. SSW: mögliche Blutuntersuchung auf Trisomie 21, falls Du Dich vorbereiten willst und stark genug gegen Versuchungen bist.

  1. SSW: erste Pflicht-US über Sitz des Embryos, Herzschlag, eventuelle Mehrlinge!

  1. SSW: bei Müttern, die älter als 35 sind, wird eine Nackenfalten-Messung, oder in der 16. SSW eine Fruchtwasser-Untersuchung angeboten. Akzeptiere das nur, falls Du über mögliche Probleme vorab informiert sein willst und stark genug bist, der Versuchung zur Abtreibung zu widerstehen.

  1. SSW: zweite Pflicht-US: Laß die wichtigen Organe gleich mituntersuchen, um evtentuell nötige Hilfe bei und nach der Geburt zu organisieren!

24-28. SSW: laß Dich auf Schwangerschafts-Diabetes untersuchen und evt. behandeln!

  1. SSW: dritte Pflicht-US über Lage, Wachstum, Fruchtwasser und Plazenta: Ob es Deinem Kind gut geht!

Persönliche Fragen (bitte mit Tel. Nummer) an:

 

Vater Stefan Anghel

Priester der rumänischen Gemeinde des Heiligen Nikolaus, Offenbach

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Dr. med. Thomas Brandmeyer

Gynäkologe in Dieburg

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Maria Dietrich

Kinderärztin in Wiesbaden

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Corinna Delkeskamp-Hayes (Cornelia Hayes)

Bioethikerin in Freigericht

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